TSV Berkheim erreicht 7. Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft im Mixed-Volleyball

Am 13./14. September fanden in Weissach im Tal die Süddeutschen Meisterschaften im Mixed Volleyball statt. 20 Mannschaften, darunter der amtierende Deutsche Meister TV Vaterstetten, spielten an den beiden Tagen um den Titel und die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften Ende Oktober in Lahnstein.

Der TSV Berkheim hatte sich als amtierender Württembergischer Meister ebenfalls für das Turnier qualifiziert und startete vor drei Wochen in das Hallentraining, dank einer Ausnahmegenehmigung bei der Hallennutzung während der Ferien.

Aufgrund einiger taktischer Änderungen, wie etwa dem Spiel mit einem Libero auf dem Feld, startete Berkheim gut in das erste Gruppenspiel gegen Lahnstein und gewann den ersten Satz mit 25:11. Vor allem das gute Stellungsspiel im Block vereitelte die Angriffe der Rheinland-Pfälzer ein ums andere Mal. Konzentrationsschwächen und Leichtsinnsfehler auf Berkheimer Seite sorgten für einen ausgeglichenen zweiten Satz, der am Ende mit 25:22 zu Gunsten der Lahnsteiner ausging.

Für die Qualifikation zu den Spielen um die Plätze eins bis zehn am Sonntag musste Berkheim im zweiten Spiel gegen Dotzheim (Hessen) unbedingt gewinnen, da der letzte Gruppengegner Keltern-Weiler im Vorjahr Dritter bei den Deutschen Meisterschaften wurde und mit ähnlichen Zielen angereist war. Obwohl sich Dotzheim mit allen Mitteln wehrte, gelang es Berkheim, das Spiel mit 2:0 für sich zu entscheiden.

Im letzten Gruppenspiel an diesem Tag hatten die Berkheimer Glück. Keltern-Weiler war bereits sicher in der Endrunde und trat mit einer schwächeren Besetzung an. Beinahe kampflos ging somit der erste Satz auf das Berkheimer Konto und obwohl die Badener gegen Ende des zweiten Satzes ihre Bestbesetzung einwechselte, ließen sich die Berkheimer den Sieg nicht mehr nehmen. Damit zogen sie als Gruppenerster in die Hauptrunde ein und spielten am Sonntag zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte um einen Platz unter den zehn besten Mixed-Volleyballmannschaften in Süddeutschland.

Licht und Schatten liegen bekanntermaßen sehr dicht beieinander und obwohl der erste Gegner am Sonntag, der TSF Welzheim, schon häufig geschlagen wurde, gelang es den Berkheimern dieses Mal nicht. Aufschlagfehler, gepaart mit eklatanten Schwächen in der Annahme, sorgten dafür, dass die Welzheimer ihr Spiel ohne große Probleme aufziehen konnten. Das vermeintlich leichteste Spiel des Tages ging mit 0:2 aus Berkheimer Sicht verloren. Die Chance einen der ersten drei Gruppenplätze zu erreichen, um damit die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft zu schaffen, war in weite Ferne gerückt.

Im zweiten Spiel gegen Baden-Baden lief es zunächst ähnlich unrund. Zu sehr beschäftigte die Berkheimer die unnötige Niederlage. Erst im Verlauf des zweiten Satzes fanden sie zu gewohnter Stärke zurück und konnten den Satzausgleich zum 1:1 erzielen, was gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Das dritte und mit Sicherheit schwerste Spiel des Turniers gegen den amtierenden Deutschen Meister TV Vaterstetten, begann überraschend gut aus Berkheimer Sicht. Vermutlich nahmen die Bayern den Gegner aus Württemberg nicht wirklich ernst und mussten unerwartet miterleben, wie die Berkheimer ihren besten Satz des Tages ablieferten. Als hätten sie einen Zaubertrank getrunken, spielten, kämpften und gewannen sie den ersten Satz. Vaterstetten konterte zwar im zweiten und sicherte sich mit dem Unentschieden die Tabellenführung, aber dieser Sieg zeigte eindrucksvoll, welches Potential in der Berkheimer Mannschaft steckt.

Im vierten und letzten Gruppenspiel hieß der Gegner Dresden, die bis zu diesem Zeitpunkt nur gegen Vaterstetten verloren hatten. Berkheim hielt zwar mit, konnte aber keine entscheidenden Akzente setzen und musste sich knapp in zwei Sätzen geschlagen geben. Als Gruppenvierter verpassten sie damit knapp den Einzug zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.

Neuhausen, ein Ortsteil von München, stand als letzter Gegner des Tages auf der anderen Feldseite. Im ersten Satz sah Berkheim lange Zeit als sicherer Sieger aus, doch Neuhausen fand, bedingt durch unnötige Eigenfehler der TSVler, allmählich besser ins Spiel und konnte sogar noch mit 25:23 gewinnen. Im zweiten und entscheidenden Satz mobilisierten die Berkheimer dann aber nochmals alle Kräfte und gewannen souverän mit 25:12. Die geringere Zahl gegnerischer Punkte bedeutete den Sieg für den TSV Berkheim.

Die Berkheimer können mit diesem siebten Platz sehr zufrieden sein, haben sie doch gegen den späteren Süddeutschen Meister aus Keltern-Weiler und immerhin einen Satz gegen den Zweiten TV Vaterstetten gewonnen. Man darf gespannt sein, wie die Erfolgsgeschichte der SpielerInnen um Trainer Henrik Obst weitergeht.



Für den TSV Berkheim spielten: Sybille Draser, Bianca Kaluza, Doreen Stoof, Anja Uhlig, Ulrike Wursthorn, Svenne Bergmann, Marcus Gaßmann, Sven Kaluza, Henrik Obst (Trainer), Marian Uhlig und Christof Walz.