Gebirgswanderung in den Tannheimer Bergen

vom 12. bis 14.September 2010

 

Am Sonntagmorgen fuhren acht Ausgleichssportler nach Reutte, um mit der Seilbahn auf den Hahnenkamm zu fahren und von dort eine dreitägige Gebirgswanderung zu beginnen.

Auf Grund des warmen, sonnigen Herbstwetters war der Andrang an der Seilbahn so groß, dass mit langen Wartezeiten gerechnet werden musste. Schnell war der Entschluss gefasst, auf die Seilbahn zu verzichten und die Bergwanderung mit einem angemessenen Aufstieg zu beginnen. Nach schweißtreibendem Anstieg erreichten wir die Aschaueralm, an der wir gerade noch das Ende einer Alm-Messe miterlebten. Weiter aufwärts ging es zum Tiefjoch, von dort aus wir für die Mühen des Aufstiegs mit einer herrlichen Aussicht auf Reutte, belohnt wurden. Nach kurzem Abstieg erreichten wir die Schneetaleralm auf der wir, den Sonnenschein genießend, eine Mittagspause einlegten. Weiter wanderten wir bei stetigem auf und ab, vorbei an der Tannheimer Hütte, zum Gimpelhaus, das für die nächsten zwei Tage unsere Unterkunft war.

Für die geplante Besteigung des Gimpels am Sonntag war es nun zu spät geworden, da uns der Aufstieg von Reutte auf den Hahnenkamm ca. 1,5 Stunden Zeit weggenommen hatte.

In der Nacht weckten uns Wind- und Regengeräusche, die auch beim Frühstück noch vorherrschten. Dem schlechten Wetter zum Trotz wurde beschlossen, den Tag nicht auf dem Gimpelhaus zu verbringen, sonder wie geplant, die Rote Flüh zu besteigen. Bei Nebel und leichtem Nieselregen ging es bergauf Richtung Rote Flüh. Schon nach kurzem Aufstieg, konnten unsere Fotografen, aus nächster Nähe, die ersten Gamsen aufnehmen. Bis zur Judenscharte sahen wir so viele Gamsrudel, dass wir das Zählen der Tiere bald sein ließen. Der Einstieg an dem ostseitigen Gipfelaufstieg, erfolgte mit Hilfe von Stahlseilen und in den Fels eingeschlagener Stufen. Nach knapp zwei Stunden war der 2108 m hohe Gipfel der Roten Flüh erreicht. Oben erwarteten uns Nebel, Nieselregen und leichte Graupelschauer. Von der bekannten, herrlichen Aussicht war nichts zu sehen. Einstimmig wurde auf Grund der Wetterlage beschlossen, wieder den Abstieg anzutreten und auf den geplanten Klettersteig mit dem Weiterweg zur Otto-Mayer Hütte zu verzichten. Ziemlich durchnässt und durchfroren erreichten wir die Tannheimer Hütte, auf der wir eine gemütliche Mittagspause einlegten. Es stellte sich heraus, dass der Hüttenwirt von 1959-1961 eine Lehre in der ME gemacht hatte und in dieser Zeit auf dem Zollberg wohnte. Er kannte auch Berkheim gut und gab vor Freude über die Jugenderinnerungen eine Runde Marillenschnaps aus. Später auf dem Gimpelhaus wurde im Trockenraum die nasse Kleidung wieder in gebrauchfähigen Zustand gebracht. Den späten Nachmittag und den Abend verbrachten wir in der gemütlichen Gaststube auf dem Gimpelhaus bei Schach-, Skat- und Gaigelspiel.

Am Dienstag morgen hatte sich der Himmel wieder gelichtet, die Aussicht ins Tal nach Nesselwängle, auf den Haldensee und die ganze Alpenkette war hervorragend. Schnell war der Rucksack gepackt und wir stiegen aufwärts zur Nesselwanger Scharte auf 2007 m. Dort wurde der Rucksack abgelegt und weiter aufgestiegen zum Einstieg zu den Nordabstürzen der Köllenspitze, die über geröllübersäte Hänge zum Gipfel führen. Auf einen weiteren Aufstieg zum Gipfel wurde verzichtet, da die Hänge vom Regen des Vortages noch nass und rutschig waren. Über das Sabacher Joch, mit herrlicher Aussicht aber steilem und rutschigem Abstieg ging es zur Aschaueralm zur Mittagseinkehr. Nach einer dreiviertel Stunde war die Bergstation des Hahnenkamms erreicht. Drei unserer Bergkameraden verzichteten auf die Bequemlichkeit der Seilbahn und wanderten abwärts zur Talstation, wo sie vom Rest der Wandergruppe schon erwartet wurden.

Alle Teilnehmer sind ohne Blessuren, jedoch leicht angeschmutzt wieder nach Hause gekommen.

Wir danken unserem Walter für die ausgezeichnete Organisation dieser Wanderung.

© Gerhard Fauser

 

 

 

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Fotos: Norbert Küchler, Martin Arnold